Auf einem Land

Vor unserer Zeit

Haus Neersdonk im Zeitraffer der Geschichte

Haus Neersdonk 47918 Tönisvorst
Tel.: 02156 – 7102
0151/ 23 09 69 69

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1193 -1400

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1193 Der Dritte Kreuzzug, zu dem der Papst die Königreiche des Abendlandes aufrief nachdem der Sultan Saladin das Heer des Königreichs Jerusalem besiegt und die Stadt Jerusalem erobert hatte, begann 1189 unter Führung von Friedrich Barbarossa, dem Kaiser des römisch-deutschen Reiches, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz von England. Er endete 1192.

In jener Zeit, 1193, soll nach unbekannter Quelle, auf Geheiß der Gräfin Maria von Dohn hier in den Niederungen von Schleckbach und Niers, Haus Neersdonk im Ursprung errichtet worden sein
.
  Um das Jahr 900 herum fielen die Wikinger ins Land ein und der Landadel zog sich in die damals noch sumpfigen Niers-Niederungen zurück. Hier nun legte er Wehr- und Wohntürme (Holzburgen) auf künstlichen Erhebungen (Motten) und natürlichen Erhebungen (Donken) an. Die Gemeinde Wachtendonk bei Kleve oder der Stadtteil Hülsdonk in Viersen entstanden – wie Haus Neersdonk – auf solchen Donken. Aus der Kombination der geographische Nähe zur Niers oder Neers, wie der Stadtteil Neersen von Willich, entstand der Name Haus Neersdonk. Der Zusatz „Wasserschloss“ ist eher eine Gabe der „Neuzeit“ als von frühzeitlicher Bedeutung.
     
1400 Ende / Anfang 1400 begegnet uns historisch belegt der Genneperhof (Hof zu Vorst) des Kölner Erzbischofs Wilhelm von Gennep. Es war ein freiadeliges Gut, von den allgemeinen Dienstpflichten die dem Landesherrn geschuldet waren, befreit.

Haus Neersdonk war ein so genanntes Afterlehen vom Genneperhof. Sprachlich hängt der Ausdruck „Lehen“ mit „leihen“ zusammen, bedeutet also so viel wie „geliehenes Gut“ (vgl. heute „Darlehen“). Eine Beleihung konnte von daher nur über den Genneperhof erfolgen. Im Gegensatz zu Haus Neersdonk war der Genneperhof aber kein Rittersitz, besaß keine Jagdberechtigung und mußte zu den Kriegslasten beitragen, wovon Haus Neersdonk befreit war.

Hier merkt der Verfasser an, dass auch damals schon nur der Steuern spart, der auch jonglieren kann. ;-)

Im Verlauf der Jahrhunderte bewies sich die Zugehörigkeit beider Güter von großer Bedeutung. Denn obgleich der Genneperhof deutlich größer war und den Besitzern als Hauptlehen diente, war Haus Neersdonk als Rittersitz der bedeutendere. Die Besitzer wechselten permanent, teils erblich bedingt, teils durch Verpfändungen.

Das Grabmahl des Erszbischofs Wilhelm von Gennep befindet sich im Kölner Dom. Hier wurde er in einem von ihm errichteten Hochgrab in der Kreuzkapelle beigesetzt.

Er galt als tüchtig, offenherzig und strebsam in der Innen-, wie Außenpolitik, ein Europaer in der Frühzeit und zudem ein Förderer des Dombaus zu Köln.

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